- Offizielle Website:
www.simon-rattle.de
12. März 2009
Im klingenden Garten der Fantasie: Rattle dirigiert Ravel

Simon Rattle gilt als Spezialist für die schillernden Orchesterklänge, wie sie vor allem in den Partituren der französischen Romantik und Frühmoderne verborgen liegen. Zuletzt bewies er mit Berlioz' Symphonie fantastique seine Klasse als Klangmagier. Nun folgt im Live-Mitschnitt vom September 2008 aus Berlin eine facettenreiche Ravel-Aufnahme: Der Operneinakter L'Enfant et les sortilèges (Das Kind und der Zauberspuk) sowie die Suite aus dem Ballett Ma Mère L'Oye (Mutter Gans).
Minisite RattleRavel
Klassik-Podcast - Episode 32: Spuk im Kinderzimmer ....
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Klassik-Podcast - Episode 32: Spuk im Kinderzimmer ....
»Stilsicherer, subtiler spielt derzeit wohl kein Orchester«, konstatierte der Berliner Tagesspiegel. »Was die französische Musik betrifft, erleben die Berliner Philharmoniker mit Simon Rattle wahrlich eine Belle Epoque.« Ravel öffnet hier einen großen musikalischen Zauberkasten, verbindet Impressionismus mit Einflüssen aus ostasiatischer Musik, Jazz und Tanzrhythmen. Die Stücke entstanden für ein Kinderpublikum, begeistern aber seit den Uraufführungen 1912 bzw. 1925 Musikfreunde aller Altersgruppen. Das Werk Ma Mère L'Oye (Mutter Gans) ist ein märchenhaftes Ballett nach berühmten Kinderversen, das Ravel ursprünglich für die Kinder eines Freundes komponierte. In dem Operneinakter L' Enfant et les sortilèges (Das Kind und der Zauberspuk) auf ein Libretto von Colette lässt ein Junge seinen Unmut an Spielsachen und Tieren aus, die dann des Nachts zum Leben erwachen und eine Revue aufführen. Voller skurriler Details, gilt das Stück als Ravels reichste Komposition überhaupt. Rattle legt als Chef der Berliner Philharmoniker eine Aufnahme vor, die mit Solisten wie Magdalena Koená, Annick Massis, Nathalie Stutzmann, José van Dam, François Le Roux und anderen durch hochkarätige Besetzung glänzt.
