20.11.2007
KYLIE07
KYLIE
" X"
Biographie 2007
Kylie - X
Am 23.November 2007 erscheint "X", das zehnte Studioalbum von Kylie, und markiert zugleich ihr 20-jähriges Jubiläum im Popbusiness. Die Aufnahmen zu diesem neuen Album entstanden über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren in London, Brighton, Stockholm, Kopenhagen, Los Angeles und auf Ibiza. "X", bei dem Kylie als Autorin an knapp der Hälfte der 13 Songs mitgewirkt hat, ist eine abenteuerliche musikalische Reise. Auf ihrem Weg versammelte Kylie einmal mehr jede Menge bewährte Kreative wie Karen Poole, Richard Stannard, Cathy Dennis und Guy Chambers, die auch an den letzten drei Alben "Light Years" (2000), "Fever" (2001) und "Body Language" (2003) mitgewirkt hatten. Hinzu kommen frische Talente wie der erst 23-jährige Youngster Calvin Harris und das Londoner Elektro-Duo Kish Mauve sowie angesagte Produzenten wie das schwedische Gespann Bloodshy & Avant (Madonna, Kelis), der Kalifornier Greg Kurstin (Lily Allen) und der Däne Cutfather.
Kylie zelebriert einmal mehr auf "X" ihre kongeniale Mischung aus glamourösem Sound, besten Grooves und galanter Performance. Das perfekte Crossover von Pop und Dance. In dem Videoclip zur ersten Single, "2 Hearts" inszeniert sich Kylie als blonder Vamp zwischen Marilyn Monroe und Marlene Dietrich. "In My Arms" ist pfiffige Referenz sowie ein galanter Kniefall vor den Hymnen der Achtziger. Da war Produzent Calvin Harris gerade geboren. "Speakerphone", eine exzellente Filterhouse-Nummer, die Kylies vollen Charme entfaltet. "Sensitized" ist eine nicht minder französisch angehauchte Delikatesse, des Tausendsassas Guy Chambers. Frei schwebend über Samples der Serge-Gainsbourg-Klassiker "Bonnie and Clyde" und "Requiem pour un con", entfaltet Kylie hier ihre Schwingen, um in den siebten Pophimmel zu steigen.
Auf "Heart Beat Rock" präsentiert sich Kylie zu unkonventionellen Elektro-Beats mit federleichtem Rap. "The One" mit der von euphorischen Chören angetriebenen Melodie, birgt einen weiteren Hitgaranten auf diesem neuen Album. Sehnsuchtsvoll und leicht kommt "No More Rain" daher, von Greg Kurstin wundervoll produzierter Popsound, während. "All I See" durch brillante Gesangsarrangements und ein fast US-amerikanisches R&B-Feeling besticht. "Stars", ein weiterer der unzähligen Single-Aspiranten auf diesem Album. Wenn Fleetwood Mac in ihren besten Zeiten Disco produziert hätten, wäre vielleicht so eine Granate dabei herausgekommen. Das auf Ibiza produzierte "Wow" ist eine weitere Referenz an die eigene Vergangenheit, erinnert an die späten Achtziger, an Kylies frühe Hits wie "Better The Devil You Know" und "Confide In Me". Das vielleicht experimentellste Stück, unterlegt mit grantigem Breakbeat, ist das von Bloodshy & Avant in Stockholm produzierte "Nu-di-ty".
Den krönenden Abschluss des Albums bildet mit "Cosmic" eine schlicht produzierte Ballade, die vielleicht zu den persönlichsten Songs gehört, die Kylie jemals veröffentlicht hat. Geschrieben hat sie ihn am Ende ihrer Therapiezeit, die zugleich den Aufbruch zu neuen Ufern respektive dem Album "X" markierte.
Im Januar 2007 feierte Kylie ihre Heimkehr auf englischen Bühnen. Mit "Showgirl - Homecoming" schließt sie in London und Manchester an jeweils sechs aufeinander folgenden Abenden ihre gefeierte Tournee ab, die sie im Frühjahr 2005 krankheitsbedingt hatte unterbrechen müssen. Im November 2006 hatte sie diese in Australien nach ihrer Genesung fortgesetzt. Kylie präsentiert sich in den von der Kritik umjubelten Homecoming-Shows in Topform. So schreibt der Daily Telegraph: "Bei allem Hochgefühl, das die atemberaubende Rückkehr von Kylie auf die Bühne auslöste, waren es ihre Vorstellungskraft und ihre Professionalität, mit denen sie ihr geschichtsträchtiges Showgirl Homecoming-Konzept als neuen Meilenstein unter den Popkonzerten etablierte." Einen Blick hinter die Kulissen dieser Tournee und des Phänomens Kylie wirft William Baker, der langjährige modische Berater und Stylist von Kylie, in dem Dokumentarfilm "White Diamond". Am 7. Dezember 2007 wird dieses außergewöhnlich privat wirkende Filmporträt des Superstars auf DVD erscheinen, inklusive Konzertaufnahmen des Homecoming-Heimspiels in Melbourne vom Dezember 2006.
Zwei Dekaden mit Kylie
Genau vor zwanzig Jahren setzte sich mit der Single "The Loco-Motion" die Hitmaschinerie einer jungen australischen Sängerin in Gang, die schon als Teenager in der Fernsehserie "Neighbours" als international gefeierte Jungschauspielerin reüssierte. Seit ihrem ersten Charterfolg ist Kylie Minogue nicht nur zur am häufigsten ausgezeichneten Popkünstlerin in Australien aufgestiegen, bei britischen Radiosendern avancierte sie zur meistgespielten Popsängerin überhaupt. Neben den bis dato neun Studioalben veröffentlichte Kylie zwei Live-CDs, sieben Konzert-DVDs, ein Greatest-Hits-Album und mit "Ultimate Kylie" (2004) eine opulente Hit-Retrospektive auf Doppel-CD sowie diverse Video-Compilations.
Seit "I Should Be So Lucky" 1988 in sechs Ländern die Pole Position eroberte, grassiert das Kylie-Fieber weltweit. Und das beinahe ohne Unterbrechung. Wann immer es so aussah, als könnte ihre Karriere ins Stocken geraten, antwortete Kylie mit überraschenden Imagewechseln, setzte modische Trends, adaptierte neue, moderne Musikstile und führte die Serie ihrer universal gültigen Pop-Hymnen fort. Unvergesslich bleiben ihre Duette mit Nick Cave ("Where The Wild Roses Grow", 1995) und Robbie Williams ("Kids", 2000), ganz zu schweigen von ihrem wohl bekanntesten und international erfolgreichsten Smash-Hit "Can't Get You Out Of My Head" aus dem Jahr 2001, der als meistgespielter Titel sowohl in England als auch in Deutschland Radio-Geschichte schrieb. Ihren ersten Grammy bekam die dreimal nominierte Künstlerin im Februar 2004 für ihre Single "Come Into My World".
Fraglos feierte Kylie Ann Minogue ihre größten Erfolge in Großbritannien, wo allein 25 Singles die Top Ten und sieben die Nummer eins der Charts erreichten. Im Juni 1991 stellte Kylie im Mutterland des Pop einen einmaligen Rekord auf. Alle ihre bis dahin veröffentlichten 13 Singles waren in die Top 10 eingestiegen. Elvis Presley, The Beatles, Michael Jackson und Madonna schafften nicht einmal zehn Top Ten Hits in Folge. Insgesamt belaufen sich Kylies Single-Verkäufe weltweit auf 20 Millionen Exemplare. Von ihren Alben wurden an die 40 Millionen verkauft.
Kylie mag sich den Ruf einer Pop-Prinzessin über die Jahre redlich verdient haben, doch die enorm wandlungsfähige Künstlerin ist natürlich längst eine Regentin, nicht nur weil sie vor den Royals diverser europäischer Königshäuser aufgetreten ist. Neben zahllosen Gold- und Platinauszeichnungen sind ihr alle erdenklichen Preise verliehen worden, darunter zwei Brit-Awards, mehrere MTV Awards und der Bambi. Ihren grandios glamourösen Auftritt bei der Abschlussveranstaltung der Olympischen Spiele von Sydney im Jahr 2000 erlebten Milliarden Menschen weltweit und ihre bislang sechs Welttourneen waren stets ein Fest für die Sinne. Den bisherigen Höhepunkt ihrer immer aufwändigeren Shows bildete die genannte Showgirl Homecoming-Tournee. Kylie, Titelheldin aller wichtigen internationalen Hochglanzmagazine von Cosmopolitan bis zur Vogue, ist und bleibt einer der glamourösesten Popstars unserer Zeit.
Erst vor wenigen Wochen, im Oktober 2007, wurde Kylie als erste Frau überhaupt mit dem Music Industry Trust Award geehrt. In der Begründung für die Auszeichnung hieß es, dass sie eine der größten Entertainerinnen aller Zeiten und eine Ikone des Pop und Stils sei, die Millionen mit ihrer Anmut, Würde und Menschlichkeit begeistere.
November 2007
