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17. Juli 2009
Moderne Legenden, klassische Moderne: 5 neue Folgen 20th Century Classics

Wer hätte gedacht, dass die oft missverstandene und geschmähte Musik des 20. Jahrhunderts einmal Millionen Menschen begeistern würde? Die Doppel-CD-Serie 20th Century Classics beweist: Die Facetten dieses an Musik reichhaltigsten Jahrhunderts der Weltgeschichte ist faszinierend, packend und für kapitale Entdeckungen gut!
Man könnte sich keinen größeren stilistischen Spagat vorstellen als den der fünf neuen Folgen: Auf der einen Seite Vertreter des romantischen und klassischen Erbes wie Francis Poulenc oder Benjamin Britten, dazwischen die frühmodernen »Wilden« wie Prokofieff und Bartók — und am Ende der Zukunftsmusiker Karlheinz Stockhausen.: Bei Poulenc steht im Rahmen von französischen Produktionen das konzertante Werk im Brennpunkt. Auch der Komponist selbst ist als Solist zu hören. Klaviermusik steht im Vordergrund bei Bartók und Prokofieff. Georges Solchany ist der Solist in Teilen des Bartók-Zyklus' Mikrokosmos, Michel Béroff spielt aus Prokofieffs Sonatenwerk, Navah Perlman aus der Klavierfassung der Ballettmusik Romeo und Julia. Brittens orchesterbegleitete Gesangsszyklen wie Les Illuminations, Serenade und Nocturne gehören zum Hauptwerk des Komponisten — aber auch seine Orchesterkompositionen wie Simple Symphony oder die Sinfonia da Requiem. Stockhausen, die 2007 verstorbene legendäre Galionsfigur der Moderne ist mit Tierkreis, In Freundschaft und anderen Werken vertreten — unter anderem interpretiert von seinem Sohn, dem Trompeter Markus Stockhausen.
